Infinus-Gruppe: Laut LKA sollen 25.000 Anleger betroffen sein

08.11.2013. Die Medien berichteten diese Woche ausführlich über die Dresdner inanzfirmengruppe Infinus. Das sächsische Landeskriminalamt teilte mit: Derzeit sollen ca. 25.000 Personen mit einem Anlagevolumen von insgesamt rund 400 Millionen Euro betroffen sein. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen mehrere Topmanager der Gruppe in Deutschland und Österreich, einige sitzen in Untersuchungshaft. Das LKA teilte mit, dass die Beschuldigten bei der Ausgabe von Orderschuldverschreibungen in Verkaufsprospekten unrichtige Angaben zur Vermögens- und Ertragslage der Emittenten gemacht haben.

Insbesondere soll es laut Medienberichten um ein 2011 und 2012 abgewickeltes Sparplangeschäft gehen. Basis sollen, wie die Fachpublikation FondsProfessionell schreibt, Gold-Sparpläne von Terra Premium gewesen sein – mit den von den Erwerbern gezahlten 12 Prozent Provision soll durch Buchungstricks eine gute Ertragslage der Finanzgruppe vorgetäuscht worden sein. Dabei soll es dem Bericht zufolge einen Gewinnabführungsvertrag zwischen der Infinus AG und der Holding der Firmengruppe, der Future Business KGaA (Fubus), gegeben haben.

Der zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Fubus bestellte Rechtsanwalt Dr. Bruno Kübler erklärte, dass es einige Zeit dauern werde, sich einen Überblick über Struktur und Geschäftsmodell des Unternehmens zu verschaffen, und dass zurzeit kein Gläubiger Sorge haben müsse, irgendwelche Fristen zu versäumen. Das Insolvenzverfahren werde vermutlich in ca. drei Monaten eröffnet.

Wie hoch die Schadenssumme für die Anleger am Ende tatsächlich ist, müssen die Ermittlungen ergeben. Ob und welche rechtlichen Schritte sinnvoll sind, hängt aus unserer Sicht in erster Linie davon ab, ob und welche Gelder gegebenenfalls noch vorhanden sind. Da wir zulasten unserer Mandanten keine unnötigen Kosten produzieren wollen, nehmen wir zurzeit noch keine Mandate an, sondern erst dann, wenn näher geklärt ist, auf welche Haftungsmassen man noch zugreifen kann.

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