Einführung in das Recht des Leasings

Das Leasing ist aus der heutigen Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. Nicht nur für Unternehmen wird Leasing immer attraktiver, sondern auch für Privatleute ist das Leasing eine beliebte Alternative zum Barkauf.

Beim Leasen werden die Nutzungsrechte an einer Sache, dem Leasingobjekt, vom Leasinggeber auf den Leasingnehmer übertragen. Mit dem Abschluss des dazu nötigen Leasingvertrages gehen sowohl für den Leasinggeber als auch für den Leasingnehmer Rechte und Pflichten einher, die von beiden Vertragsparteien einzuhalten sind. Wir möchten Sie im Folgenden über die wichtigsten Rechte des Leasingnehmers und Leasinggebers informieren.

Die Pflichten des Leasingnehmers – Zahlung der Leasingraten

Die Hauptleistungspflicht des Leasingnehmers besteht in der Zahlung der Leasingraten. Weil die Forderung auf die Leasingraten bereits mit dem Vertragsabschluss entsteht, aber aufgrund der vereinbarten Ratenzahlung nicht sofort fällig werden, zählen die Leasingraten zu den sogenannten betagten Forderungen.  Die Höhe der Leasingraten wird zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer vereinbart und im Leasingvertrag festgehalten. Dass die ordnungsgemäße Zahlung der Leasingraten zu den Pflichten des Leasingnehmers gehört, ergibt sich aus § 535 BGB. Der Leasinggeber verpflichtet sich im Gegenzug, dem Leasingnehmer den Gebrauch des Leasingobjekts während der Leasingdauer zu gewähren.

Sachgefahr Leasing: Der Leasingnehmer haftet für die Beschädigung und den Verlust der Leasingsache auch ohne sein Verschulden.

Gibt es eine Leasing Vollkasko Pflicht?

Wenn es in den AGB so geregelt ist, gehört es zu den Pflichten des Leasingnehmers, das Leasingobjekt zu versichern, weil der Leasingnehmer sowohl die Preisgefahr als auch die Sachgefahr des Leasingobjekts trägt. Deswegen kann der Leasingnehmer in den AGB auch zu einer Leasing Vollkasko Pflicht verpflichtet werden.

Aber auch, wenn ihm die Art der Versicherung freigestellt ist, empfiehlt sich eben wegen der Preis- und Sachgefahr Leasing eine Vollkaskoversicherung für den Leasingnehmer.

Leasing Rücknahme Verpflichtung des Leasinggebers

§ 546 Abs. 1 BGB verpflichtet den Leasingnehmer dazu, das Leasingobjekt am Ende der Leasingdauer an den Leasinggeber zurückzugeben. Die Rückgabe des Leasingobjekts ist eine sogenannte Bringschuld, die am Geschäftssitz des Leasinggebers zu erfolgen hat, wobei der Leasingnehmer die Gefahr und die Kosten für den Transport des Leasingobjekts zu tragen hat.

Mit der Leasing Rückgabe Verpflichtung des Leasingnehmers geht die Leasing Rücknahme Verpflichtung des Leasinggebers einher.

Pflichten des Leasingnehmers – informieren Sie sich gut

Wenn Sie sich zum Abschluss eines Leasingvertrags entscheiden, informieren Sie sich vorab gut über Ihre Rechte und Pflichten. Die Zahlung der Leasingraten gehört wie oben ausgeführt zu den Pflichten des Leasingnehmers, aber wie sieht es beispielsweise aus, wenn der Leasinggeber der vereinbarten Nutzungsüberlassungsverpflichtung nicht mehr nachkommt? Was können Sie als Leasingnehmer dann tun, welche Rechte haben Sie? Als Anwälte für Leasingrecht helfen wir Ihnen bei allen Fragen rund um das Thema Leasing weiter.

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