Aktuelle Rechtsfälle: Immobilienfonds CFB 159

CFB-Fonds 159 - Eschborn Plaza: Verjährung droht

Noch immer keine Ausschüttungen trotz Verlängerung des Mietvertrages mit Ernst & Young!

Beim geschlossenen Immobilienfonds CFB 159 investierten die Anleger über das Konzept einer "doppelstöckigen Personengesellschaft" in die Büroimmobilie "ESCHBORN PLAZA" in Eschborn nahe Frankfurt am Main. Hauptmieter der Immobilie ist die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der Mietvertrag wurde vorzeitig bis Ende 2030 verlängert.

Aus Sicht der Anleger müsste also alles prima sein. Das ist es jedoch mitnichten. Ausschüttungen flossen letztmalig im Jahr 2010. D.h. die aktuelle Rendite beträgt 0 %. Dies wird nach Angaben der Fondsgesellschaft mindestens bis Ende 2018 so bleiben. Auch die vollständige Rückzahlung des eingesetzten Kapitals, beispielsweise durch einen vorzeitigen Verkauf des Bürokomplexes, ist nach unserer Auffassung sehr fraglich. Wir stützen unsere Ansicht u.a. auf unsere Erfahrungen aus dem Immobilienfonds CFB 142. Auch dort haben wir Anleger erfolgreich vertreten. Die Anleger des CFB-Fonds 142 investierten in eine Büroimmobilie in Frankfurt am Main (Stadtteil Sachsenhausen) und erhielten nach den uns vorliegenden Unterlagen durch den Verkauf der Immobilie bis dato nur eine Schlussausschüttung von 9,50 % des eingesetzten Kapitals.

Dabei wurde die Investition in Immobilien seinerzeit als eine der sichersten Formen der Vermögensanlage beworben. Sie sollte einen wichtigen Baustein zur Risikodiversifikation des Vermögens und zur persönlichen Altersvorsorge darstellen. Ein Kapitalverlust steht jedoch im krassen Widerspruch zur persönlichen Altersvorsorge. Kaum ein Anleger kann sich einen Kapitalverlust erlauben!

Sehr hohe Kreditfinanzierung - Franken-Dilemma

Grund für die finanzielle Misere der Anleger ist einerseits der Umstand, dass von den 205,5 Mio. Euro Investitionsvolumen für die Büroimmobilie "ESCHBORN PLAZA" nur 79,8 Mio. Euro Eigenkapital der Investoren waren. Der verbleibende Großteil war hingegen fremdfinanziert. Die Fremdfinanzierung erfolgte zu 50 % in Euro und zu 50 % in Schweizer Franken. Der Finanzierungsanteil in Schweizer Franken hat sich nach unserer Einschätzung als wirtschaftlicher Fehlschlag erwiesen und den Fonds in den Abgrund gerissen. Der Schweizer Franken ist gegenüber dem Euro zwischenzeitlich deutlich gestiegen. Selbst eine wiederholte Intervention der Schweizerischen Nationalbank an den Devisenmärkten konnte hieran bisher nichts ändern. Durch den Wertanstieg des Schweizer Franken musste der Fonds die bestehenden Darlehensverträge nachbesichern. In der Folge gingen die Ausschüttungen nicht mehr an die Anleger, sondern an die finanzierende Bank.

Mietanstieg nicht wie erwartet

Andererseits steigen die Mieteinnahmen nicht in der angenommenen Höhe. Die Ursache hierfür ist, dass die Mieteinnahmen des Fonds in Abhängigkeit zu einer Indexklausel stehen. Danach sind Mieterhöhungen entsprechend der Entwicklung der Verbraucherpreise vorgesehen. Bei der Kalkulation der Ausschüttungen wurden Inflationsraten von 2,0 % p.a. unterstellt. Die tatsächlichen Inflationsraten lagen jedoch (zum Teil deutlich) darunter.

Für die Anleger des CFB-Fonds 159 ist Eile geboten!

Anleger, die den Kopf nicht länger in den Sand stecken und ihr Geld noch retten wollen, sollten zeitnah handeln! Ansprüche wegen einer fehlerhaften Anlageberatung im Vorfeld einer Beteiligung am CFB 159 verjähren taggenau 10 Jahre nach Unterzeichnung der Beitrittserklärung. Beispiel: Wenn die Beteiligung am 19.04.2006 gezeichnet wurde, verjähren Schadensersatzansprüche am 19.04.2016! Entscheidend ist das Datum neben Ihrer Unterschrift auf der Beitrittserklärung.

Jetzt informieren und Kontakt aufnehmen

Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen können eine versprochene Sicherheit der Anlage, verschwiegene Risiken bis hin zum Totalverlust, eine Falschinformation über die lange Laufzeit (erstmaliges Kündigungsrecht zum 31.12.2020), eine nicht rechtzeitige Übergabe des Emissionsprospekts oder das Verschweigen vereinnahmter Vertriebsprovisionen sein.

Wie gut die Chancen im Einzelfall sind, muss allerdings individuell geprüft werden. Hierzu können Sie sich gern durch uns beraten lassen. Bitte nehmen Sie zeitnah mit uns Kontakt auf!

18.03.2016, von Dennis Göring

Kontakt zu Stephan Bröße

Rechtsanwalt
Stephan Bröße
Tel.: 030 / 887178-243
broesse(at)kaelberer-tittel.de

Kontakt zu Dennis Göring

Rechtsanwalt
Dennis Göring
Tel.: 030 / 887178-250
goering(at)kaelberer-tittel.de

Achtung!

Ansprüche verjähren nach Ablauf von 10 Jahren ab Zeichnungsdatum!

Beispiel: Zeichnung am 22.05.2006, Verjährung am 22.05.2016.

Top Ansprechpartner