Ordentliche Kündigung – das fristgerechte Ende des Arbeitsverhältnisses

Mit einer ordentlichen Kündigung wird ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu den im Arbeitsvertrag festgeschriebenen Konditionen beendet. Erhält man als Arbeitnehmer eine ordentliche Kündigung vom Arbeitgeber, ist der Schock oft groß. Damit Sie wissen, wie Sie sich bei einer ordentlichen Kündigung verhalten sollen, welche Rechte Sie haben und was beim Arbeitnehmer Kündigungsschutz zu beachten ist, haben wir im Folgenden die wichtigsten Informationen für Sie aufbereitet.

Was muss bei der ordentlichen Kündigung beachtet werden?

Bei einer ordentlichen Kündigung vom Arbeitgeber müssen bestimmte gesetzliche Regelungen beachtet werden:

  • Schriftform der Kündigung: Nach § 623 BGB muss ein Arbeitsverhältnis schriftlich gekündigt werden. Eine mündliche ordentliche Kündigung oder eine Kündigung in elektronischer Form sind nicht zulässig.
  • Beginn der Frist: Die ordentliche Kündigungsfrist gilt immer ab dem ersten Tag nach dem Zugang der Kündigung, das Datum auf dem Kündigungsschreiben ist unerheblich.
  • Vorliegen eines Grundes: Unterliegt ein Arbeitsverhältnis dem Kündigungsschutz, bedarf eine ordentliche Kündigung durch Arbeitgeber eines sachlichen Grundes. Möglich ist hier eine personenbedingte, betriebsbedingte oder verhaltensbedingte ordentliche Kündigung.
  • Bestimmte Personengruppen (Schwangere, Betriebsratsmitglieder, Schwerbehinderte) genießen einen besonderen Kündigungsschutz.


Unter bestimmten Bedingungen können für eine ordentliche Kündigung zusätzliche Vorschriften gelten. Gibt es im Unternehmen beispielsweise einen Betriebsrat, muss dieser vor einer ordentlichen Kündigung angehört werden.

Arbeitsrecht Kündigung – das gilt bei der ordentlichen Kündigung

Es gibt im Arbeitsrecht Kündigungsfristen, die bei einer ordentlichen Kündigung sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer einzuhalten sind. Wenn im Arbeitsvertrag nicht anders vereinbart, greift die nach § 622 Absatz 2 BGB in Abhängigkeit von der Beschäftigungsdauer festgelegte gesetzliche ordentliche Kündigungsfrist:

Beschäftigungsdauer

Ordentliche Kündigungsfrist

0 bis 6 Monate

2 Wochen zu einem belieben Tag (§ 622 Absatz 3 BGB)

7 Monate bis 2 Jahre

4 Wochen zum 15. Oder zum Ende eines Kalendermonats

2 Jahre

1 Monat zum Ende eines Kalendermonats

5 Jahre

2 Monate zum Ende eines Kalendermonats

8 Jahre

3 Monate zum Ende eines Kalendermonats

10 Jahre

4 Monate zum Ende eines Kalendermonats

12 Jahre

5 Monate zum Ende eines Kalendermonats

15 Jahre

6 Monate zum Ende eines Kalendermonats

20 Jahre

7 Monate zum Ende eines Kalendermonats

Ordentliche Kündigung Arbeitgeber – lohnt sich ein Widerspruch?

Ob es sinnvoll ist, gegen eine ordentliche Kündigung vorzugehen, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und kann daher pauschal nicht beantwortet werden. Wenn Sie allerdings Zweifel an der Rechtmäßigkeit Ihrer ordentlichen Kündigung durch den Arbeitgeber haben, lassen Sie sich am besten umgehend von einem Anwalt für Arbeitsrecht beraten. Wir beraten Sie gern über die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage in Ihrem individuellen Fall. Nehmen Sie gern jederzeit Kontakt zu uns auf

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