Kündigung wegen wiederholt unentschuldigtem Fehlen am Arbeitsplatz

Arbeitnehmer verpflichten sich in ihrem Arbeitsvertrag zur Erbringung einer bestimmten Arbeitsleistung. Urlaub muss mit dem Arbeitgeber abgesprochen und von diesem genehmigt werden. Ist der Arbeitnehmer krank, muss er den Arbeitgeber davon umgehend in Kenntnis setzen und eine Krankmeldung vorlegen. Unentschuldigtes Fernbleiben von der Arbeit kann schnell eine Abmahnung oder gar eine fristlose Kündigung wegen unentschuldigtem Fehlen zur Folge haben. Lesen Sie hier, wann unentschuldigtes Fehlen bei der Arbeit eine Kündigung nach sich zieht und was Sie tun können, wenn Sie eine ungerechtfertigte Kündigung wegen unentschuldigtem Fehlen erhalten haben.

Unentschuldigtes Fehlen Kündigung – ordentlich oder fristlos?

Stellt sich ein Arbeitnehmer eigenmächtig von der Arbeit frei, meldet sich nicht krank oder verlängert ohne Absprache seinen Urlaub, darf der Arbeitgeber eine Abmahnung für unentschuldigtes Fehlen aussprechen. Im Wiederholungsfall folgt in der Regel eine ordentliche Kündigung für unentschuldigtes Fehlen. Jedoch ist bei unentschuldigtem Fehlen eine fristlose Kündigung ebenfalls möglich. Die fristlose Kündigung bei unentschuldigtem Fehlen ist dem Arbeitgeber dann erlaubt, wenn trotz vorheriger Abmahnung keine Besserung des Verhaltens zu erwarten ist.

Ob die fristlose Kündigung bei unentschuldigtem Fehlen im Einzelfall wirksam ist, ist vom jeweiligen Fall abhängig. Der Arbeitgeber muss bei einer fristlosen Kündigung den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wahren und eine Interessenabwägung vornehmen. Stehen ihm mildere Mittel zur Verfügung, sind diese der fristlosen Kündigung bei unentschuldigtem Fehlen vorzuziehen.

Unentschuldigtes Fehlen fristlose Kündigung vermeiden - eine gute Planung erspart viel Ärger

Fest steht, dass unentschuldigtes Fehlen am Arbeitsplatz eine Menge Ärger nach sich zieht und zu unüberbrückbaren Konflikten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber führen kann. Um Unstimmigkeiten und eine fristlose oder ordentliche Kündigung bei unentschuldigtem Fehlen zu vermeiden, sollten Sie auf eine gute Kommunikation mit Ihrem Arbeitgeber achten. Sprechen Sie beispielsweise Ihren Urlaub immer unmissverständlich ab und achten bei Krankheit darauf, Ihrer Pflicht zur Krankmeldung nachzukommen.

Unentschuldigtes Fehlen am Arbeitsplatz – im Zweifelsfall hilft der Anwalt

Sollte es dennoch zu Problemen oder Missverständnissen wegen unentschuldigtem Fehlen am Arbeitsplatz kommen, raten wir Ihnen zu einem Gespräch mit einem Anwalt für Arbeitsrecht, der mit Ihnen gemeinsam die möglichen Handlungsoptionen bespricht und Sie bei der Durchsetzung Ihrer Interessen unterstützt. Es kann vorkommen, dass Ihnen beispielswese eine missverständliche Absprache hinsichtlich eines freien Tages unberechtigterweise als unentschuldigtes Fehlen am Arbeitsplatz ausgelegt wird. In einem solchen Fall haben Sie die Möglichkeit, sowohl gegen eine Abmahnung als auch gegen eine Kündigung wegen unentschuldigtem Fehlen vorzugehen. Wir unterstützen Sie bei Ihrem Anliegen und helfen Ihnen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. 

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