Kündigung wegen Diebstahl – was nun?

Ein Diebstahl am Arbeitsplatz kann sehr unangenehme Konsequenzen haben und führt im schlimmsten Fall zu einer außerordentlichen fristlosen Kündigung. In jedem Fall aber wird das Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer durch einen Diebstahl am Arbeitsplatz nachhaltig belastet.

Lesen Sie hier, wann eine fristlose Kündigung des Arbeitnehmers wegen Diebstahl rechtens ist und was Sie als Arbeitnehmer im Falle einer Kündigung bei Diebstahl unbedingt beachten sollten.

Arbeitnehmer Diebstahl Kündigung – der Wert des Diebesguts ist unerheblich

Macht sich ein Arbeitnehmer am Arbeitsplatz des Diebstahls schuldig, so ist nach dem Arbeitsrecht eine fristlose Kündigung wegen Diebstahl möglich. Hierbei ist es unerheblich, wie hoch der durch den Diebstahl entstandene Schaden ist – Diebstahl bleibt Diebstahl. Für eine Kündigung wegen Diebstahl ist ebenso nebensächlich, ob sich der Diebstahl gegen den Arbeitgeber, einen Kollegen oder Geschäftspartner richtet und ob der Diebstahl am Arbeitsplatz oder beispielsweise bei einem Kunden stattgefunden hat.


Der fristlosen Kündigung wegen Diebstahl muss in den meisten Fällen keine Abmahnung vorausgehen und sie muss innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntwerden des Kündigungsgrundes erfolgen. Lässt der Arbeitgeber diese Frist verstreichen, so kann er dem Arbeitnehmer nur noch eine ordentliche Kündigung wegen Diebstahl ausstellen.

Ist eine fristlose Kündigung wegen Verdacht auf Diebstahl möglich?

Eine außerordentliche fristlose Kündigung ist nicht nur bei einem nachgewiesenen Diebstahl möglich. In der Praxis werden Arbeitnehmer auch häufig mit der Kündigung wegen Diebstahl Verdacht konfrontiert. Die fristlose Kündigung bei Verdacht auf Diebstahl unterliegt allerdings strengen Regeln und ist im Einzelfall genau zu prüfen. Unter anderem muss der Verdacht objektiv durch Tatsachen begründet werden und der Beschuldigte angehört werden, bevor wegen eines Verdachts auf Diebstahl fristlose Kündigungen folgen können.

Eine fristlose Kündigung wegen Diebstahl kann nicht zum Verlust des Anspruchs auf Arbeitslosengeld führen. Allerdings ist eine zwölfwöchige Sperrzeit möglich.

Mitarbeiter Diebstahl Kündigung – das sind Ihre Möglichkeiten

Bei einer Kündigung wegen Diebstahl am Arbeitsplatz haben Arbeitnehmer die Möglichkeit einer Kündigungsschutzklage. Dies lohnt sich insbesondere dann, wenn der fristlosen Kündigung wegen Diebstahl keine Abmahnung vorausgegangen ist – im Einzelfall ist dann zu prüfen, ob eine Abmahnung ausreichend gewesen wäre oder bei der Kündigung wegen Diebstahl eine Abfindung herauszuholen ist.

Wenn Sie Probleme mit einer Diebstahl Mitarbeiter Kündigung haben oder einen Rechtsbeistand benötigen, helfen wir Ihnen als Anwälte für Arbeitsrecht gern weiter. Die Kanzlei Kälberer & Tittel übernimmt nur Mandate von der Arbeitnehmerseite und kann Sie beim Thema Diebstahl und fristlose Kündigung kompetent unterstützen – auch dann, wenn Ihnen der Arbeitgeber mit einem strafrechtlichen Verfahren droht.

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