Aktuelle Rechtsfälle: Lebensversicherungsfonds Quantum Leben

Quantum Leben - Auszahlungen ausgesetzt - Verjährung droht!

Bei der Anlage in die 2008 aufgelegte fondsgebundene Lebensversicherung "Select Investment Bond" (SIB) drohen Anlegern hohe Verluste. Nachdem in diesem Jahr sogar die Auszahlungen ausgesetzt wurden, erscheint nun ein noch größerer Teil des eingesetzten Kapitals in Gefahr, als dies bisher zu befürchten war. Droht möglicherweise sogar ein Totalverlust?

Fest steht, dass die Argyle-Fonds (in EUR und US-Dollar), in die das Geld floss, geschlossen wurden und die Anleger an ihr investiertes Kapital nicht mehr herankommen. Und: In vielen Fällen könnte zum Ende dieses Jahres (31.12.2016) die Verjährung von Schadensersatzansprüchen drohen. Die Zeit wird in diesen Fällen knapp. Für Anleger, die ihre Chancen auf Schadensersatz noch wahrnehmen wollen, sollten also schnell handeln!

Lassen Sie sich individuell beraten - denn ob Schadensersatzansprüche und gute Erfolgschancen für ein Klageverfahren bestehen, kann nur im Einzelfall geprüft werden.

07.11.2016, von Anna Marx

Vermeintliche Kapitalgarantie: Kunden von "Select Investment Bond" bangen um ihr Geld

Anleger der fondsgebundenen Versicherung "Select Investment Bond", die 2008 von der Quantum Lebensversicherung AG (Sitz in Liechtenstein) aufgelegt wurde, sehen sich hohen Verlusten gegenüber und bangen um ihr Geld. Die Versicherung warb damals damit, das eingesetzte Kapital sei "durch Sicherheiten und Ausfallversicherungen geschützt". Von einer "Kapitalgarantie" war die Rede. Die Realität sah aber dann ganz anders aus: Statt des versprochenen Kapitalschutzes und einer Kapitalrückzahlung nach fünf Jahren gab es eine Aussetzung der Anteilsrücknahme und (mindestens) 35% Verlust.

Aus unserer Sicht wurden die Anleger von vornherein nicht richtig informiert, sondern mit falschen bzw. irreführenden Produktinformationen in diese hochriskante Anlage gelockt. Auf Basis dieser Produktangaben wurden viele Anleger auch bei ihren Banken beraten. Wir wissen von unseren Mandanten, dass teilweise auch im Beratungsgespräch nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass die Kapitaleinlage geschützt sei. Das Totalverlustrisiko wurde dagegen oft ebenso verschwiegen wie das Risiko, dass die Anteilsrücknahme ausgesetzt werden konnte.

Einmalzahlungen / Argyle-Fonds

In die fondsgebundene Versicherung "Select Investment Bond" konnten Anleger mit Einmalzahlungen in Höhe von mindestens 50.000 Euro bzw. US-Dollar investieren, das Geld wurde dann jeweils in einen von zwei "Argyle"-Fonds (in EUR oder USD) weitergeleitet. Nach einer Laufzeit von fünf Jahren sollten Anleger ihr Kapital entnehmen oder wieder anlegen können. Geschäftsmodell der Argyle-Fonds war die kommerzielle Vorfinanzierung von "hochqualitativen und abgesicherten" Forderungen von Unternehmen, womit eine Reihe spezialisierter Investmentmanager beauftragt war.

Beworben wurde diese Versicherung u. a. mit einem "niedrigen bis moderaten" Risiko und mit einer "Kapitalgarantie": Den Anlegern wurde versprochen, dass ihnen nach fünf Jahren Laufzeit mindestens 99% ihres Kapitaleinsatzes (100% minus 1% Ausgabeaufschlag) ausgezahlt würden. Zudem wurde eine jährliche Rendite von 9,5% in Aussicht gestellt; die Investments in die Argyle-Fonds seien "das ideale Mittel für einen regelmäßigen, stabilen Ertrag", hieß es.

Veruntreuung / mind. 35% Verlust

Inzwischen aber wurden die Zahlungen an die Anleger ausgesetzt und die beiden "Argyle"-Fonds geschlossen. Im Jahr 2014 wurde bekannt, dass ein Teil des Kapitals veruntreut worden war. Anleger wurden von der Fondsgesellschaft aufgefordert, den 35%-Verlust hinzunehmen und die restlichen 65% in einen anderen, neu aufgelegten Fonds zu investieren. Das "Handelsblatt" berichtete im März 2014, dass Millionen von Anlegergeldern bei der Quantum Lebensversicherung verschwunden und davon auch deutsche Kunden der "Select Investment Bond" betroffen seien. Mindestens ein Drittel des Kapitals der Anleger sei – über Argyle-Fonds - an die kanadische Firma "New Solutions Capital" geflossen; die kanadische Finanzaufsicht ermittele wegen Veruntreuung. Insgesamt etwa 200 Mio. kanadische Dollar soll lt. Handelsblatt der kanadische Firmenchef Ronald Ovenden eingesammelt haben.

Bei Falschberatung: Klage auf Schadensersatz

Geschädigte Anleger müssen aber die Verluste nicht einfach hinnehmen. Wenn auch Sie damals falsch informiert bzw. beraten wurden, sollten Sie die Möglichkeit einer Schadensersatzklage gegen Quantum Leben prüfen lassen. Fragen Sie uns - wir helfen Ihnen gerne weiter!

24.07.2015, von Anna Marx

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