Ownership Feeder Quintett | Aktuelle Rechtsfälle

Ownership Feeder Quintett - Schiffs-Dachfonds in Liquiditätsnöten

An dem im Jahr 2007 aufgelegten Schiffsfonds OwnerShip Feeder Quintett GmbH & Co. KG beteiligten sich Anleger mit insgesamt rund 40 Mio. Euro. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Fonds betrug rund 88 Mio. Euro. Doch die fünf Feederschiffe ("Zulieferer" für größere Schiffe) - drei Container- und zwei Mehrzweckfrachtschiffe - konnten wirtschaftlich die Erwartungen bei Weitem nicht erfüllen. Schon relativ schnell gerieten aufgrund der schlechten Marktlage mehrere Schiffe in finanzielle Schwierigkeiten.

In der Folge blieben dann auch die prognostizierten Ausschüttungen an die Anleger komplett aus; die prospektierten Tilgungen der Bankendarlehen konnten nur zum Teil geleistet werden.

Eine erstmalige Kündigungsmöglichkeit seitens der Anleger besteht erst zum Ende des Jahres 2023. Das Kapital ist also sehr lange gebunden.

Verkauf und Restrukturierungskonzepte

In dem im November 2014 vorgelegten Geschäftsbericht für 2012 schreibt die Ownership Treuhand GmbH, dass die Anteile an der "Hoheriff Container Schifffahrts GmbH & Co. KG" verkauft werden und zurzeit die Verträge für den Verkauf finalisiert würden. Der Verkaufserlös von 660.000 Euro werde in die Liquiditätsreserve eingestellt. Die Liquiditätssituation der beiden anderen Containerschiffe sei angespannt (für eines sei ein Restrukturierungskonzept mit der finanzierenden Bank vereinbart worden, für das andere gebe es entsprechende Verhandlungen), die Tilgungen für mehrere Jahre seien bis Ende 2015 gestundet worden.

Es ist aus unserer Sicht nicht absehbar, wie und wann die erhebliche Schieflage dieses Dachfonds – vor dem Hintergrund der schwierigen Situation auf den Schifffahrtsmärkten – behoben werden könnte. Nach unserer Einschätzung müssen die Fondsanleger weiterhin sehr hohe Verluste bzgl.  ihrer Investition befürchten.

Chancen auf Rückabwicklung und Schadensersatz

Wurde Ihnen in der Beratung erklärt, dass dies eine unternehmerische Beteiligung mit großen Risiken – bis hin zum Totalverlustrisiko – ist? Wenn dies nicht geschah und Ihnen der Fonds möglicherweise sogar zur Altersvorsorge empfohlen wurde, dann deutet dies auf eine fehlerhafte Beratung hin.  Solche Beratungsmängel können Ansprüche auf Schadensersatz durch die beratende Bank begründen. Dies ist auch dann der Fall, wenn Ihnen verdeckte Vertriebsprovisionen (Rückvergütungen / Kick-Backs), die die Bank für die Vermittlung der Fondsanlage vereinnahmt hat, verschwiegen wurden. Auch der Emissionsprospekt – falls Ihnen dieser überhaupt rechtzeitig vor Zeichnung der Fondsbeteiligung übergeben wurde – enthält nach unserer Einschätzung keine ausreichenden Angaben zu den Vertriebsprovisionen.

Die Anspruchsgrundlagen und die Erfolgschancen einer Klage auf Schadensersatz müssen jedoch in jedem Fall individuell geprüft werden. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns – wir helfen Ihnen weiter.

23.02.2015, von Ines Edling

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