LF 76 Schiffsportfolio II | Schiffsfonds | Aktuelle Rechtsfälle

Lloyd Schiffsportfolio II: Jetzt handeln, denn es droht die absolute Verjährung!

Beim Lloyd Schiffsportfolio II ist für Anleger, die ihren Kapitaleinsatz noch retten wollen, Eile geboten. Denn es droht die absolute Verjährung von Schadensersatzansprüchen – nämlich taggenau zehn Jahre nach der Zeichnung des Investments. Beispiel: Sie haben die Fondsbeteiligung am 28. April 2007 gezeichnet. Dann verjähren Ihre Ansprüche auf Schadensersatz am 28. April 2017.

Nach unserer Auffassung versucht man den Fonds nun bis zur endgültigen Verjährung noch "über Wasser" zu halten. Der Markt der Containerschifffahrt ist aber nach wie vor am Boden.   

Nur darauf zu hoffen, dass sich dieser Schiffsfonds aufgrund einer Marktbesserung noch nachhaltig erholt, ist aus unserer Sicht also nicht zu empfehlen. Als reale Möglichkeit, Ihr Geld noch zu retten, sehen wir eine Schadensersatzklage gegen die beratende Bank. Doch dazu müssten Sie schnell handeln, da genau zehn Jahre nach der Zeichnung des Investments Ihre Ansprüche verjähren – also schon sehr bald.

Die Deutsche Bank als Vertriebsbank kann – wie das von uns erstrittene Urteil des Landgerichts Hamburg beweist – erfolgreich in Regress genommen werden. Wir haben nunmehr in zahlreichen Prozessen bereits Anträge auf ein Kapitalanleger-Musterverfahren gegen die Deutsche Bank gestellt. Ein erster Antrag wurde vom Landgericht Braunschweig bereits im Klageregister veröffentlicht.

Fondsgesellschaft mit Interessenskonflikt

Anstatt nun Hunderte oder gar Tausende von Gerichtsverfahren zu verlieren, wäre es für die Deutsche Bank günstiger, den Fonds langfristig zu sanieren. Warum wurde hier aber bislang nichts unternommen? Ein Problem ist aus unserer Sicht: Die SECHZEHNTE PAXAS Treuhand- und Beteiligungsgesellschaft mbH gehört mittelbar der Deutschen Bank. Die Deutsche Bank muss nach Eintritt der Verjährung aber keine Schadensersatzansprüche mehr befürchten. Wir fragen uns daher, ob die SECHZEHNTE PAXAS Treuhand- und Beteiligungsgesellschaft mbH ihren Auftrag überhaupt noch gewissenhaft und ohne Interessenskonflikte ausführen kann.

Was tun?

Anleger könnten z. B. die Deutsche Bank auffordern, auf die Einrede der Verjährung zu verzichten und sich an einer Fondssanierung aktiv zu beteiligen. Würde diese Aufforderung sehr kurzfristig und breitflächig erfolgen, könnte dies durchaus eine erhebliche Wirkung haben.

Kapitalanleger-Musterverfahren – gemeinsam sind wir stark!

Wenn dies mangels breitflächiger Beteiligung nicht hilft, muss letztlich geklagt werden. Damit nicht jeder Anleger einzeln durch die Instanzen klagen muss, ist ein Kapitalanleger-Musterverfahren ein gangbarer und kostengünstiger Weg. Je mehr Anleger sich hier organisieren, umso eher sind auch vergleichsweise gute Lösungen zu erwarten.

Haben Sie Interesse an weiteren Informationen? Wenden Sie sich gerne an uns – wir helfen Ihnen weiter.

16.03.2017, von Mario Poberzin


Aktien oder Schiffsbeteiligung: Vom Regen in die Traufe?

LF 76 - Lloyd Fonds Schiffsportfolio II

Die Lloyd Fonds AG bietet Aktien im Tausch gegen Anteile von Einschiffsgesellschaften. Eine gute Wahl haben Anleger der Lloyd-Schiffsfonds dabei allerdings nicht wirklich: Nach unserer Einschätzung ist es wohl eher die Wahl der Qual, sich für eine der beiden Alternativen entscheiden zu müssen. Wir vertreten Anleger der drei Fonds Schiffsportfolio I bis III. In diesen Fonds müssen die Anleger leider herbe Verluste befürchten – nicht nur wegen der bisherigen Probleme, sondern auch wegen der weiterhin schwachen Aussichten vor dem Hintergrund der Marktprognosen. Nun stellt sich für alle die Frage, ob sie das Angebot des Emissionshauses, ihre Schiffsbeteiligungen in Aktien der börsennotierten Lloyd Fonds AG zu tauschen, annehmen sollen oder nicht.

Aber: Würde jemand eine Aktie, die an der Börse für etwa 2,50 Euro gehandelt wird, freiwillig für 3,54 Euro kaufen? Die Lloyd Fonds AG bietet Aktien (im Zuge einer Kapitalerhöhung) im Tausch gegen Anteile von Einschiffsgesellschaften zu einem Tauschkurs von 3,54 Euro je Aktie an. Am Bewertungsstichtag des Wertgutachtens – den 31.12.2014 – wurde die Aktie an der Börse nur zu Kursen um 1,18 Euro gehandelt. Nachdem dann das Tauschangebot bekannt wurde, stieg der Kurs deutlich an – bis zum 19.03.2015 auf etwa 2,50 Euro. Offenbar wird an der Börse eine Realisierung des Tauschangebots als vorteilhaft für das Unternehmen (nicht gleichzusetzen mit den vielen Schiffsbeteiligten und Kleinanlegern) gesehen.

Für die Lloyd Fonds AG eine angenehme Entwicklung - aber wie ist das für Sie als Anleger? Schließlich liegt auch der auf etwa 2,50 Euro gestiegene Kurs deutlich unter dem Tauschpreis für Neuaktionäre in Höhe von 3,54 Euro. Nach der geplanten Kapitalerhöhung würde sich die Zahl der Aktien von zurzeit 9,2 auf fast 55 Millionen erhöhen. Wenn alle Fondsanleger mitmachen, hätten sie zusammen einen Anteil von 83% am Unternehmen.

Sind 3,54 Euro auch nur annähernd angemessen?

Letztlich stellt sich die Frage: Ist der Aktienwert im Tauschangebot mit 3,54 Euro angemessen bewertet? Die Börse gibt dazu eine Antwort: Dort wird die Aktie zu deutlich niedrigeren Kursen gehandelt.

Aus unserer Sicht ist zudem zu berücksichtigen: Im Wertgutachten ist der jüngste Anstieg des US-Dollars zum Euro nicht berücksichtigt. Allein durch den in den letzten Monaten weiter erstarkten US-Dollar dürften die Einschiffsgesellschaften an Wert gewonnen haben. Dies ist im Tauschangebot nicht berücksichtigt; den Fondseignern müssten eigentlich mehr Aktien zustehen, wenn man den aktuellen Kurs betrachtet.

Was passiert nach dem Umtausch der Aktien?

Wir befürchten, dass viele Anleger ihre Aktien nach dem Umtausch schnell wieder verkaufen wollen und so für einen Kursrückgang sorgen werden. Die Folge: Eine weitere Minderung des eingesetzten Kapitals.

Nach unserer Auffassung müsste sich der Aktienkurs der Lloyd Fonds AG schon vervielfachen, bis die meisten Fondsanteilseigner auf einen Kapitalerhalt ihrer ursprünglichen Einlage hoffen können. Doch leider ist das Unternehmen in einem Segment tätig, in dem nach wie vor eine Krise herrscht. Und noch etwas ist zu berücksichtigen: Kursgewinne und Dividenden aus Aktien unterliegen der Kapitalertragsteuer.

Haftungsansprüche - Den Rechtsweg einschlagen?

Unabhängig von der Frage des Umtauschs machen viele Anleger bereits Haftungsansprüche geltend. An einer Schadensbegrenzung auf Fondsebene muss aber jedem Anleger gelegen sein, egal ob er klagt oder nicht.

Maßnahmen wie einen Tausch in Aktien können Sie aber nur verhindern, wenn Sie sich organisieren und im Idealfall Mehrheiten auf Gesellschafterebene bilden. Wir würden uns deshalb freuen, wenn Sie Ihre Verluste nicht einfach hinnehmen, sondern aktiv werden. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

23.03.2015, von Mario Poberzin


Schiffsfonds Lloyd LF 76: Schon frühzeitig große Risiken

Die Investition in den Fonds Lloyd LF 76 – Schiffsportfolio II umfasst eine Beteiligung an sechs Vollcontainerschiffen: MS "ANNINA SCHULTE", MS "VALENTINA SCHULTE", MS "MEMPHIS", MS "CHICAGO", MS "LLOYD DON CARLOS" und MS "LLOYD DON GIOVANNI". Aufgrund dauerhaft sehr niedriger Charterraten für die Containerschiffe ist der Fonds in Schieflage geraten. Aber es gab bereits zur Zeit des Vertriebs des Fonds im Jahr 2007 (Hauptvertriebspartner war die Deutsche Bank) Entwicklungen und Risiken, die aus unserer Sicht die Frage aufkommen lassen, weshalb man zu dieser Zeit noch einen solchen Schiffsfonds an den Markt brachte und an Anleger verkaufte.

Ausbau des Panamakanals

Bereits in den Jahren 2004/2005 war der Ausbau des Panamakanals absehbar; nach jahrelanger Diskussion in panamaischen Regierungskreisen und in der Öffentlichkeit wurden die Pläne zum Ausbau im April 2006 verkündet. Ein verfassungsmäßiges Referendum für einen Ausbau erhielt im Oktober 2006 eine klare Mehrheit, und im Jahr 2007 wurde mit dem Ausbau begonnen. Diese wichtigen Entwicklungen wurden im Prospekt, der die Basis für die Bankberatung darstellte, verschwiegen. Diese Entwicklungen waren aber enorm wichtig für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit der beiden Schiffe MS "MEMPHIS" und MS "CHICAGO". Diese sind Schiffe der Panamax-Klasse, deren künftige Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit  durch den Ausbau des Panamakanals stark beeinträchtigt werden. Zum Zeitpunkt der Prospektierung war bereits bekannt, dass es ein Überangebot an Tonnage in der Größenklasse der beiden Schiffe aufgrund der Auftragsbücher und des Kanalausbaus geben würde, was die Aussichten für diese Schiffsklasse erheblich eintrübte.

Hohe Fremdfinanzierung

Auch die hohe Fremdfinanzierung des Fonds stellte bereits zu Beginn ein erhebliches Risiko dar. Vom Investitionsvolumen in Höhe von rd. 516 Mio. US-Dollar wurden nur rd. 203 Mio. USD (damals umgerechnet rund 180 Mio. Euro) über Eigenkapital finanziert – rd. 313 Mio. USD Fremdkapital wurden aufgenommen. Das heißt, die Investition in die sechs Schiffe wurde zu mehr als 60% - also zu gut drei Fünfteln - über Fremdkapital finanziert.

Heute steht fest: Die im Prospekt prognostizierten Ausschüttungen konnten in keiner Weise realisiert werden. Nach einer anfänglichen Ausschüttung von 3,00% 2008 flossen keine Ausschüttungen mehr – die Anleger gingen seitdem leer aus, ein extrem enttäuschendes Ergebnis. Zwischenzeitlich sollten Anleger, um den in bedrohlicher Schieflage befindlichen Fonds zu retten, auf einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 13.09.2012 über einen Verkauf der beiden Fondsschiffe MS "ANNINA SCHULTE" und MS "VALENTINA SCHULTE" abstimmen.

Aufgrund der niedrigen Charterraten fließen von den Zielfonds keine Ausschüttungen an den Dachfonds. Zur Deckung der Schiffsbetriebskosten und des Kapitaldienstes reichen die Chartereinnahmen bei Weitem nicht aus.

Ansprüche auf Schadensersatz

Vielen der Anleger war damals vor der Zeichnung der Fondsbeteiligung erklärt worden, es handle sich um eine sichere Anlage. Die Risiken wurden nicht ausreichend dargestellt, obwohl die Verlustrisiken hoch waren und sogar bis zum Totalverlustrisiko reichten. Häufig wurde auch nicht über die lange Laufzeit des Fonds (erstmaliges Kündigungsrecht zum 31.12.2025) aufgeklärt. Auch wurde in vielen Fällen der Emissionsprospekt nicht rechtzeitig übergeben und/oder nicht über die von der beratenden Bank vereinnahmte Vertriebsprovision (Rückvergütung) aufgeklärt.

Im Falle solcher Mängel müssen Anleger nicht gänzlich die Hoffnung aufgeben. Daraus können sich Schadensersatzansprüche gegen die beratende Bank ergeben. Wie gut die Chancen im Einzelfall sind, muss allerdings jeweils individuell geprüft werden. Sie können sich gerne anwaltlich beraten lassen – wir helfen Ihnen weiter.

14.04.2014, von Ines Edling

Achtung!
Ansprüche verjähren nach Ablauf von 10 Jahren ab Zeichnungsdatum!

 

Beispiel:
Zeichnung am 12.04.2007
Verjährung am 12.04.2017

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