KGAL Seaclass 8 | Aktuelle Rechtsfälle

Anleger des SeaClass 8 wie von Hurrikan "durchgeschüttelt"!

Man könnte meinen, die Anleger, die ab Herbst 2007 in die Tankerflotte des KGAL Beteiligungsangebots Nr. 206, der MAJORNA Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG (kurz: SeaClass 8), investiert haben, befänden sich im Auge des Hurrikans "Irma". Still ruht die See, doch das dicke Ende wird erst noch kommen!

Das größte der drei fondseigenen Tankerschiffe, die SC Laura, musste bereits auf Druck der finanzierenden Banken veräußert werden. Der Verkaufspreis lag deutlich unter der Restvaluta des Schiffsdarlehens. Demnach konnte die entsprechende Fremdfinanzierung nicht vollständig zurückgeführt werden. Doch statt die verbleibende Darlehensvaluta abzuschreiben und sich so am Verlust der Anteilseigner zu beteiligen, setzten sich die finanzierenden Banken durch und die Differenz wurde auf das Darlehen der beiden noch im Fonds befindlichen Tankerschiffe umgelegt. Doch damit war es noch nicht genug.

Nicht nur, dass die beiden verbleibenden Tankerschiffe ohnehin schon unter dem schwachen Marktniveau ächzten und nun die zusätzliche Last der verbleibenden Darlehensvaluta tragen mussten, änderten die Banken entgegen den sinkenden Zinsen auch die Darlehenskonditionen und erhöhten sogar ihre Marge. Die Zeche werden sehr wahrscheinlich die Anleger bezahlen müssen.

Nach unserer Einschätzung ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die finanzierenden Banken auch den Verkauf der beiden noch im Fonds befindlichen Tankerschiffe fordern werden. Wir haben in der Vergangenheit wiederholt die Erfahrung gemacht, dass ein solches Szenario immer dann eintritt, wenn alle Schadenersatzansprüche der betroffenen Anleger verjährt sind. Für die Anleger bleibt dann häufig nichts.

Nicht abwarten, sondern Schadensersatz fordern

Statt abzuwarten, ist es nach unserer Auffassung daher klüger, sich zeitnah um den Rückerhalt seiner Einlage zzgl. Agio zu kümmern. Nach unserer Ansicht wäre es falsch, stattdessen darauf zu hoffen, zumindest einen Teil des eingesetzten Kapitals auf anderem Weg zurückzuerhalten.

Entgegen der Auffassung vieler Anleger sind deren Schadensersatzansprüche häufig werthaltiger als gedacht. Grund ist die Beraterhaftung der Vertriebsbanken. Wenn eine Bank den Anleger vor Zeichnung der Beteiligung fehlerhaft beraten hat, dann hat dieser einen Anspruch auf Schadensersatz. Ansatzpunkte hierfür können eine nicht anlegergerechte Beratung (z. B. eine falsch versprochene Sicherheit der Anlage), eine nicht objektgerechte Beratung (z.B. das Verschweigen von Risiken bis hin zum Totalverlust) oder verschwiegene Vertriebsprovisionen (sog. Kick-backs) sein.

Achtung: Die Zeit wird knapp!

Noch können die Anleger diese Ansprüche gegen die beratende Bank geltend machen. Doch die Zeit wird knapp. Demnächst werden die – werthaltigen – Schadenersatzansprüche verjähren. Ansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung verjähren taggenau 10 Jahre nach Zeichnung. Insoweit ist das Datum neben Ihrer Unterschrift auf der Beitrittserklärung entscheidend. Wurde die Beitrittserklärung z.B. am 05.10.2007 unterschrieben, tritt mit Ablauf des 05.10.2017 die absolute Verjährung ein.

Vor diesem Hintergrund sollten die Anleger des KGAL SeaClass 8 ihre Verluste nicht klaglos hinnehmen, sondern sich über ihre Rechte informieren!

Für Anleger von geschlossenen Fonds hat unsere Kanzlei bereits über 1.000 erfolgreiche Gerichtsentscheidungen erstritten. Im Falle eines Obsiegens können auch Sie von Ihrer beratenden Bank die Erstattung des Kapitalverlustes und die Übernahme sämtlicher Kosten verlangen.

Die Erfolgsaussichten müssen natürlich in jedem Einzelfall genau geprüft werden, was erst nach Einreichung vollständiger Unterlagen möglich ist.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

07.09.2017, von Dennis Göring

Achtung! 
Ansprüche verjähren nach Ablauf von 10 Jahren ab Zeichnungsdatum!

Beispiel:
Zeichnung am 17.10.2007
Verjährung am 17.10.2017

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