KGAL Seaclass 4 | Aktuelle Rechtsfälle

Untergang des SeaClass 4 – rette sich wer kann!

KGAL SeaClass 4 - zwei Panamax-Containerschiffe

Anleger, die sich in der zweiten Hälfte des Jahres 2006 am KGAL Beteiligungsangebot Nr. 187, der KALAPA Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG (kurz: SeaClass 4), beteiligt haben, sollten Ihr Hab und Gut retten!

Die beiden fondseigenen Containerschiffe der Panamax-Klasse mussten zwischenzeitlich veräußert werden. Der Verkaufserlös ging weitestgehend an die finanzierenden Banken. Für die Anleger bedeutet das unter Berücksichtigung der bereits geflossenen Ausschüttungen einen finanziellen Verlust von 71% Ihrer Einlage zzgl. des von Ihnen bezahlten Agios.

Was können die Anleger tun – den Verlust klaglos hinnehmen?

I.    Beratende Bank zum Schadenersatz verurteilt

Viele Anleger des SeaClass 4 waren schon frühzeitig nicht bereit, die Situation einfach hinzunehmen. Mit Hilfe unserer Kanzlei haben sie Schadenersatzansprüche gegen die damals beratende Bank wegen einer mangelhaften Anlageberatung geltend gemacht und Recht bekommen. So verurteilte das Landgericht Stuttgart die beratende Bank zugunsten unserer Mandantin zum Schadenersatz. Die beratende Bank hatte im Rahmen ihrer Beratung nicht über die vereinnahmten Rückvergütungen aufgeklärt.

II.    Weitere verschwiegene Risiken

Neben dem Verschweigen vereinnahmter Rückvergütungen können der beratenden Bank im Zusammenhang mit der Empfehlung einer Beteiligung am SeaClass 4 nach unserer Auffassung häufig weitere Pflichtverletzungen vorgeworfen werden.

Die beiden fondseigenen Containerschiffe gehörten der Panamax-Klasse an. Das bedeutet, dass die Schiffe aufgrund ihrer Größe gerade noch durch den Panamakanal passten. Dieser Umstand wurde in der Beratung oftmals als besonderer Wettbewerbsvorteil dargestellt. Dabei stand beim Vertrieb des SeaClass 4 nach unserer Überzeugung längst fest, dass der Panamakanal ausgebaut und der angebliche Vorteil hierdurch mittelfristig keinen Bestand haben wird.

Hinzu kommt, dass der weltweite Containerumschlag bereits in den Jahren 1988 bis 1991 sowie 2000 bis 2001 erhebliche Einbrüche erlitten hatte. Dies führte nach unserer Einschätzung auch zu Überkapazitäten bei der weltweiten Containerschifffahrt. Die Folge waren ein erhöhter Wettbewerbsdruck und damit einhergehend sinkende Charterraten. Vielen Anlegern wurde in der Beratung die bisherige Marktentwicklung hingegen ausnahmslos positiv dargestellt. Es wurde von einem Abbau politisch gesetzter Handelsbarrieren, einer Verlagerung von Produktionsstätten in kostengünstigere Länder und dem Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft gesprochen. Das Ergebnis sei eine explodierende Nachfrage nach Containerschiffen mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von über 10 %.

Ebenso blieb in den Beratungen häufig unerwähnt, dass bei einer Investition in den SeaClass 4 ein Totalverlustrisiko besteht. Stattdessen wurde diese Beteiligung zur Risikostreuung empfohlen. Vor allem ältere Anleger betrachteten eine solche Investition als sicheren Baustein der eigenen Altersvorsorge. Diese trifft der annähernde Totalverlust nun besonders hart. Dabei dürfen einem Anleger mit dem Anlageziel der Altersvorsorge nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 06.12.2012 – III ZR 66/12) derartige Beteiligungen wegen ihrer Risiken von vornherein gar nicht erst angeboten werden.

III.    Achtung – absolute Verjährung!

Anleger, die bisher nichts unternommen und den Kopf in den Sand gesteckt haben, sollten beachten, dass ihren Ansprüchen schon bald die endgültige Verjährung droht! Nach Eintritt der Verjährung haben die Anleger nicht mehr die Möglichkeit, einen bestehenden Anspruch erfolgreich durchzusetzen. Ansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung verjähren taggenau 10 Jahre nach der Zeichnung. Insoweit ist das Datum neben der Unterschrift auf der Beitrittserklärung entscheidend. Wurde die Beitrittserklärung z.B. am 28.08.2006 unterschrieben, tritt mit Ablauf des 28.08.2016 die endgültige Verjährung ein.

IV.    Wer sich nicht wehrt, bekommt auch nichts!

Vor diesem Hintergrund sollten die Anleger des SeaClass 4 ihre Verluste nicht klaglos hinnehmen, sondern sich über ihre Rechte informieren!

V.     Vertrauen Sie unserer Kompetenz

Für Anleger von geschlossenen Fonds hat unsere Kanzlei bereits über 1.000 erfolgreiche Gerichtsentscheidungen erstritten. Im Falle eines Obsiegens können auch Sie von Ihrer beratenden Bank die Erstattung des Kapitalverlustes und die Übernahme sämtlicher Kosten verlangen.

Die Erfolgsaussichten müssen natürlich in jedem Einzelfall genau geprüft werden, was erst nach Einreichung vollständiger Unterlagen möglich ist.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

21.07.2016, von Dennis Göring

Achtung!
Ansprüche verjähren nach Ablauf von 10 Jahren ab Zeichnungsdatum!

Beispiel:
Zeichnung am 29.09.2006
Verjährung am 29.09.2016

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