Aktuelle Rechtsfälle: Schiffsfonds MS "Borneo"

Doric Asset Finance - MS "Borneo"

Bei dem geschlossenen Schiffsfonds MS "Borneo" Reederei M. Lauterjung GmbH & Co. KG hat die Vertriebsbank häufig nicht ausreichend über die von ihr vereinnahmten Provisionen informiert. Hierzu gibt es bereits ein Landgerichts-Urteil zugunsten eines von der Kanzlei Kälberer & Tittel vertretenen Anlegers.

LG Berlin verurteilt Berliner Volksbank zur Rückabwicklung der Beteiligung am Schiffsfonds MS "Borneo"

Erneut hat ein Anleger die Rückabwicklung einer Schiffsfonds-Beteiligung gerichtlich durchsetzen können – in diesem Fall an der MS "Borneo" Reederei M. Lauterjung GmbH & Co. KG (Urteil vom 27.11.2012). Die Gründe liegen laut Urteil in der Falschberatung durch die Bank sowie im mangelnden Hinweis auf die "auch im Prospekt nicht richtig ausgewiesene Höhe" der Vertriebsprovision (Kick-Back), die die Bank vom Fondsinitiator erhielt.

Das Landgericht Berlin verurteilte die Berliner Volksbank dazu, dem Kläger die Beteiligungssumme zzgl. Zinsen auszuzahlen und die Beteiligung an dem Fonds rückabzuwickeln. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Der klagende Anleger erhält 17.620,92 Euro plus Zinsen zurück.

Nicht ausreichend über Risiken aufgeklärt

Die Bank hatte im Jahr 2007 der Mutter des Klägers eine Beteiligung an dem Schiffsfonds MS "Borneo" Reederei M. Lauterjung GmbH & Co. KG (im Nennwert von 26.000 US-$) verkauft, ohne sie – laut Urteil – ausreichend über die Risiken dieser Kapitalanlage aufzuklären. Die Anlageempfehlung war nicht mit der konservativen Anlagementalität der Mutter zu vereinbaren. Das Landgericht Berlin befand deshalb, dass die Schiffsbeteiligung angesichts ihrer Risiken der Mutter gar nicht hätte empfohlen werden dürfen.

Der Kläger, vertreten durch die Kanzlei Kälberer & Tittel, ist Erbe der Mutter. Er hatte angeführt, dass seine Mutter als langjährige Stammkundin der Berliner Volksbank und wegen ihrer bisherigen Risikobereitschaft zu dem benannten Schiffsfonds  fehlerhaft beraten wurde.

Das Urteil zeigt nach unserer Auffassung, dass Fonds-Anleger sehr gute Chancen haben, ihre Beteiligung erfolgreich rückabzuwickeln, wenn die Bank nicht ausreichend über die Risiken der Anlage informiert oder die Beteiligung entgegen der Risikobereitschaft des Anlegers empfohlen hat.

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