DFH 79 | Aktuelle Rechtsfälle

DFH 79: Versenkt - Insolvenzverfahren und Notverkauf!

MS "Beluga Nomination" und MS "Beluga Navigation"

Anleger, die sich im Jahr 2007 am Beteiligungsangebot 79 der Deutsche Fonds Holding GmbH - der MS "Neele" Shipping GmbH & Co. KG sowie der MS "Marie" Shipping GmbH & Co. KG (kurz: DFH 79) - beteiligt haben, werden nach unserer Einschätzung ihr eingesetztes Geld verlieren, sofern sie nicht zur Tat schreiten.

Mit dem DFH 79 ist ein weiteres Opfer der Überkapazitäten am Schiffsmarkt zu beklagen. Dachte man im Jahr 2014 noch über ein Poolkonzept nach, um die Bereederung zu optimieren, war kurze später Zeit schon von einem Sanierungskonzept und einem Notverkauf der beiden Mehrzweck-/Multipurpose-Schiffe MS "Beluga Nomination" und MS "Beluga Navigation" die Rede. Doch all dies konnte den DFH 79 nicht vor seinem Untergang bewahren. Mittlerweile wurde für beide Schiffsgesellschaften das Insolvenzverfahren eröffnet. Daraufhin übernahm ein Insolvenzverwalter das Ruder und damit das Sagen in den Schiffsgesellschaften, mit drastischen Folgen für die Anleger des DFH 79. Der Insolvenzverwalter verkaufte die beiden fondseigenen Schiffe. Der Verkaufserlös reichte jedoch nicht aus, alle Gläubigerforderungen zu befriedigen. Deshalb forderte er die Anleger zusätzlich zur Rückzahlung der erhaltenen Ausschüttungen auf. Für die Anleger war dies neben dem bereits eingetretenen Wertverlust ihrer Beteiligung ein weiterer "Schlag ins Kontor".

Dabei war der DFH 79 vielen Anlegern 2007 in der Beratung als Renditefonds empfohlen worden. Die Anleger sollten über attraktive Ausschüttungen eine Rendite und ihr eingesetztes Kapital zurückerhalten. Gerade ältere Anleger glaubten damals den Versprechungen an eine private Altersabsicherung und griffen zu.

Was können die Anleger tun – den Verlust klaglos hinnehmen?

Viele Anleger finden sich mit dem erlittenen Schaden ab, weil sie ihre Ruhe haben wollen. Zu Beginn unserer Mandatsbearbeitung hören wir häufig den Satz: "Dem schlechten Geld bloß kein gutes Geld hinterherwerfen!" Dabei zeigt unsere tagtägliche Arbeit, dass es im Einzelfall oft hinreichende Ansätze für eine Haftung der beratenden Bank gibt. Am Ende steht dann häufig die Freude, verloren geglaubtes Kapital zurückzuerhalten.

Grundsätzlich lässt sich ein Vorgehen gegen die beratende Bank auf 3 Säulen stützen: Es ist für einen Erfolg bereits ausreichend, wenn beispielsweise ein Gericht sein Urteil auf nur eine der 3 Säulen stützen kann!

Die erste Säule bezieht sich auf den Vorwurf einer nicht anlegergerechten Beratung. Das bedeutet, dass die Empfehlung der Beteiligung am DFH 79 nicht zu den Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der Risikobereitschaft des Anlegers gepasst hat. Das ist z.B. dann der Fall, wenn der Anleger mit dem Wunsch nach einer sicheren und kapitalerhaltenden Anlage an seinen Bankberater herangetreten ist.

Die zweite Säule bezieht sich auf den Vorwurf einer nicht objektgerechten Beratung. Das beinhaltet den Vorwurf, dass dem Anleger die Risiken der Beteiligung am DFH 79 verschwiegen wurden. Hierzu zählen beispielsweise das Totalverlustrisiko, die mangelnde Handelbarkeit (Verkaufsmöglichkeit), aber auch bestehende Prospektfehler. Ein nicht rechtzeitig vor der Zeichnung übergebener Emissionsprospekt kann ebenfalls den Vorwurf einer nicht objektgerechten Beratung stützen.

Die dritte Säule stellen bei einer Beratung durch eine Bank die verschwiegenen Vertriebsprovisionen (Rückvergütungen) dar.

Achtung – absolute Verjährung droht!

Anleger, die ihr Geld noch retten wollen, sollten kurzfristig handeln! Ihren Ansprüchen droht schon bald die endgültige Verjährung! Nach Eintritt der Verjährung haben Anleger nicht mehr die Möglichkeit, bestehende Ansprüche erfolgreich durchzusetzen. Ansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung verjähren taggenau 10 Jahre nach der Zeichnung. Insoweit ist das Datum neben der Unterschrift auf der Beitrittserklärung entscheidend. Wurde die Beitrittserklärung z.B. am 01.03.2007 unterschrieben, tritt mit Ablauf des 01.03.2017 die endgültige Verjährung ein.

Vertrauen Sie auf unsere Kompetenz!

Für Anleger von geschlossenen Fonds hat unsere Kanzlei bereits tausende erfolgreiche Gerichtsverfahren geführt. Schauen Sie beispielhaft in unsere Urteilsliste unter "Erstrittene Urteile"!

Im Falle eines Obsiegens können auch Sie von Ihrer beratenden Bank die Erstattung des Kapitalverlustes und die Übernahme sämtlicher Kosten verlangen.

Die Erfolgsaussichten müssen natürlich in jedem Einzelfall genau geprüft werden, was erst nach Einreichung vollständiger Unterlagen möglich ist.

Scheuen Sie sich nicht, mit uns in Kontakt zu treten! Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

05.01.2017, von Dennis Göring

Achtung! 
Ansprüche verjähren nach Ablauf von 10 Jahren ab Zeichnungsdatum!

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