Aktuelle Rechtsfälle: Lebensversicherungsfonds

MPC Rendite Leben Plus I-VII

Vor dem Hintergrund einer massiven wirtschaftlichen Fehlentwicklung der von der Initiatorin MPC aufgelegten Fondsgesellschaften "MPC-Rendite Leben plus I bis VII sollten Zeichner sich rechtlich beraten lassen und Ansätze für eine Rückabwicklung prüfen lassen. Anleger sollten sich nicht durch Aussagen der Fondsgeschäftsführung bzw. Initiatoren beschwichtigen lassen, sondern unbedingt selbst aktiv werden.

Die wirtschaftlichen Probleme des jeweiligen Fonds lassen sich nicht auf wirtschaftliche Rahmenumstände einer Finanzkrise zurückführen, sondern sind letztlich hausgemacht: Konzeptionell haben die Initiatoren
eine überaus optimistische jährliche Verzinsung des Sparanteils sowie eine hohen Schlussgewinn angenommen. Wegen des hohen Fremdginanzierungsanteils von jeweils rund 75 % des Investitionsvolumens, steht und fällt der Fonds im Hinblick auf das Kostenverhältnis der erwirtschafteten Rendite aus dem Anlagegegenstand zu den Kapitalkosten der Innenfinanzierung des Fonds. Verschiebt sich dies in ein Missverhältnis, kann das Fondskonzept nicht aufgehen mit der Konsequenz erheblicher Verluste des Anlegers bis hin zum Totalverlust.

Interessant dabei ist, dass während der 1990er Jahre mit deutschen Kapitallebensversicherungen noch Renditen bis von knapp 8 % p.a. erzielt werden konnten, dieser Wert in den 2000er Jahren bis 2004 auf rund 5 % p.a. sank.

Insoweit sind die von der Initiatorin jeweils für die Fondskonzeption zugrunde gelegten Annahmen bereits zum damaligen Zeitpunkt der Auflage des Fonds fernab eines realistischen Ansatzes.

Geschädigte Anleger müssen diese Situation nicht hinnehmen. Jeder Anleger, der im Rahmen einer Beratung mit einer Bank oder Sparkasse nicht auf vereinnahmte Provisionen hingewiesen wurde, kann eine Rückabwicklung seiner Beteiligung anstreben.

Die mittlerweile gefestigte Rechtsprechung spricht dem Anleger zum Beispiel dann einen Schadensersatzanspruch gegen die beratende Bank zu, wenn sie ihn über die zufließende Provision nicht aufgeklärt hat. Wurden Sie von Ihrer Bank aufgeklärt?

Daneben wurde den Anlegern von ihren Beratern die Beteiligung jeweils als "sichere Anlageform" mit sicheren Anlagegegenstand deutscher Lebensversicherungspolicen verkauft, eine Innenfinanzierung des Fonds in erheblicher Höhe regelmäßig nicht erwähnt. Wirtschaftliche Risiken der jeweiligen Beteiligung wurden zudem in dem Emissionsprospekt jeweils in der Gesamtschau nicht in hinreichender Form dargestellt.

Wir führen bereits für geschädigte Anleger in den Fonds Leben Plus IV und V Klagen für geschädigte Anleger.

Für weitere Fragen und ein erstes unverbindliches Gespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


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Rechtsanwalt
Dennis Göring
Tel.: 030 / 887178-250
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