Montranus I-III | Medienfonds | Aktuelle Rechtsfälle

Montranus I - III, Hannover Leasing

Montranus III: Mit Darlehens-Widerruf nicht mehr warten!

Beim Medienfonds Hannover Leasing Montranus III rückt nun ein wichtiges Datum in den Fokus: Am 23.12.2015 wird die letzte Rate des obligatorischen Darlehens fällig. Ab dann könnte es für geschädigte Anleger schwerer werden, die verbleibenden 50% ihres Kapitaleinsatzes über den "Widerrufsjoker" aufgrund fehlerhafter Widerrufsbelehrung zurück zu erhalten. Deshalb sollten sie bald handeln.

Der Hintergrund: Als darlehensgebende Bank argumentiert die Helaba Asset Service bei den Vorgängerfonds Montranus I und II in der Regel damit, dass ein Anleger sein Widerrufsrecht verwirkt habe, weil seit Vertragsschluss schon lange Zeit vergangen sei und der Anleger das Darlehen zurückgeführt habe, ohne sein Widerrufsrecht auszuüben. Daher habe sich die Bank darauf verlassen können, dass der Anleger seinen Vertrag erfüllen und sein Recht auf Widerruf nicht mehr ausüben wolle – so die Argumentation.

Einige Gerichte sind – zumindest nach der vollständigen Rückführung eines Darlehens – empfänglich für diese Argumentation. Die Helaba versucht, sich in nahezu allen Verfahren mit einem Vergleich "freizukaufen", mit dem der Anleger (inkl. erhaltener Ausschüttungen von 26%) nur etwa 70% seines Kapitaleinsatzes zurückbekommt.

Erfolgreiche Urteile für Montranus III-Anleger

Wir sehen diese Angebote eher skeptisch, denn die Erfolgsaussichten der Anleger sind ausgesprochen gut. Wer bis zum Ende durchhält, bekommt in der Regel 100% - das zeigen unsere Erfahrungen aus einer Vielzahl von Montranus-Verfahren. Allein in jüngster Zeit haben wir mehrere erfolgreiche Urteile für unsere Mandanten erstritten (Beispiele finden Sie in der Spalte rechts). Das sind keine Einzelfälle, und jeder Anleger sollte sich gut überlegen, ob er sich mit 70% abspeisen lassen möchte.

Kostenlose Ersteinschätzung

Fragen Sie uns: Wir informieren Sie unverbindlich und kostenfrei – telefonisch oder per Email - über die Erfolgsaussichten und die Kosten eines Verfahrens sowie über die Möglichkeit, das Kostenrisiko eventuell (ab 100.000 Euro Nominalbeteiligung) durch einen Prozessfinanzierer abdecken zu lassen.

In jedem Fall aber sollten Sie das Ihnen zustehende Widerrufsrecht gegenüber der Helaba bis spätestens Mitte Dezember ausüben! Die meisten Gerichte sehen die Widerrufsbelehrung im Darlehensvertrag als fehlerhaft an. Aber wenn Sie das Darlehen erst nach der letzten Tilgungsrate  widerrufen, könnte das durch den drohenden Einwand der Verwirkung nachteilig für Sie sein.

12.11.2015, von Anna Marx

Montranus II: Neues OLG-Urteil zugunsten eines Anlegers

Unsere Kanzlei hat ein weiteres wichtiges Urteil im Zusammenhang mit den Hannover Leasing Montranus-Medienfonds erstritten: Das OLG Brandenburg sprach einem von Kälberer & Tittel vertretenen Anleger erstmals vollen Schadensersatz aufgrund eines Widerrufs durch die Landesbank Hessen-Thüringen International zu. Es ging damit sogar noch über die älteren oberlandesgerichtlichen Entscheidungen aus München und Stuttgart hinaus. Das Urteil erging zum Hannover Leasing Montranus II Fonds , ist aber wohl vollständig auf den Vorgängerfonds Montranus I und den Nachfolgefonds Montranus III übertragbar.

Im vorliegenden Fall wies das OLG Brandenburg (Urteil vom 21.08.2013) die Berufung der  Landesbank Hessen-Thüringen International (Dublin) gegen ein Urteil des Landgerichts Potsdam (vom 23.11.2011 – 8 O 498/10) zurück. Mit bekannter Begründung: Der Widerruf des Anlegers gegen einen Kreditvertrag der Bank mit dem Montranus II Fonds ist wirksam, da die Widerrufsbelehrung der Bank fehlerhaft war. Somit sei der Anleger nicht mehr an den Darlehensvertrag gebunden. Der Fondsbeitritt und der Darlehensvertrag waren verbundene Geschäfte im Sinne des § 358 Abs. 3 S.1 BGB. Damit ist der Anleger auch nicht mehr an seine Beitrittserklärung zum Fonds gebunden. Eine Anrechnung möglicher Steuervorteile des Anlegers auf den Schadensersatz findet nicht statt.

Neu ist, dass die Bank verpflichtet wurde, umfassend Schadensersatz zu leisten: Der Kläger wurde von allen wirtschaftlichen und steuerlichen Nachteilen aus der Beteiligung freigestellt. "Im Ergebnis stellt dies einen guten und umfassenden Schutz gegen die immer noch unsichere Zukunft der Hannover Leasing Fonds dar", so der bearbeitende Rechtsanwalt Jörg-Ulrich Weidhas.

Angespannte Lage in Montranus-Fonds

In allen drei Montranus-Filmfonds sind die Darstellungen des Emissionshauses Hannover Leasing aus unserer Sicht lückenhaft und teilweise nicht plausibel. Wir meinen, dass Hannover Leasing schon seit Jahren versucht, die Probleme kleinzureden. Wie die Rechenschaftsberichte der Fondsgesellschaften aber bei genauem Hinschauen zeigen, ist die wirtschaftliche Lage aller drei Montranus-Fonds stark angespannt. Anleger müssen erhebliche Kapitaleinbußen befürchten. Fragwürdig sind die Ergebnisse der Gesellschaften vor allem deshalb, weil eigentlich erfolgreiche Produktionen (wie z. B. "The Bourne Ultimatum") dennoch beim Fonds Verluste generieren.

Zudem steht die seit langem angekündigte steuerliche Anerkennung der Verlustzuweisungen für Montranus III noch aus.

Auch die Fragen zu den steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahren gegen die (ehemaligen) Geschäftsführer der Fondsgesellschaften wurden von den Verantwortlichen bis heute nicht geklärt.

Widerrufsklagen und Schadensersatzansprüche

Wir bringen umfassende Erfahrung in Montranus-Prozessen mit, wie auch die von uns erstrittenen Urteile zeigen. Bei richtigem Vorgehen stehen für Anleger die Chancen auf die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegen die beratenden Banken häufig gut.

Lassen Sie sich deshalb von einem guten Fachanwalt beraten. Auf Wunsch geben wir Ihnen gerne weitere Informationen.

16.09.2013

Schlechte Zahlen im Rechenschaftsbericht des Medienfonds Montranus III 

Im Rechenschaftsbericht vom April 2013 für das Jahr 2011 des Hannover Leasing Medienfonds Montranus III sind die Zahlen noch schlechter als erwartet. Zudem ist er in Teilen widersprüchlich. Es ist kaum nachvollziehbar, dass die Produktionen "Mr. Bean’s Holiday" und ebenso "Elizabeth – The Golden Age" so schlecht gelaufen sein sollen. Wahrscheinlicher ist aus unserer Sicht, dass nur zu wenig Geld beim Fonds angekommen ist!

Besonders aufmerksam wird man aber bei den Zahlen zu Kosten und Erlösen des Films "The Bourne Ultimatum". Dieser hat zwar deutlich mehr eingespielt als im Mid-Case-Szenario erwartet; aber die Kosten sind noch stärker gestiegen als die Erlöse, so dass das Einspielergebnis netto um gut 16 Millionen US-Dollar unter der Erwartung lag. Letztlich haben somit die Anleger – trotz des eigentlichen Erfolgs des Films – sogar einen wirtschaftlichen Schaden. So ist es wohl kaum möglich, dieser Fondsgesellschaft noch Vertrauen zu schenken.

Landesbank Hessen-Thüringen vergleicht sich vor Gericht

Anders als erwartet gab es mit der Landesbank Hessen-Thüringen als finanzierende Bank des Fonds Montranus III bislang keine vorgerichtliche Einigung. Damit zwingt die Bank die Anleger, Klage zu erheben, falls die Anleger ihre bestehenden Schadensersatzansprüche nicht verfallen lassen wollen. Eine Klage ist aus unserer Sicht aufgrund der fehlerhaften Widerrufsbelehrung in den allermeisten Fällen auch überdurchschnittlich aussichtsreich. Zudem bietet die Bank denjenigen, die bereits geklagt haben, bislang fast ausnahmslos Vergleiche an, in denen sie einen Teil des Schadens ersetzt.

Wie bekannt, hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) in einer mündlichen Verhandlung am 18.12.2012 positiv zu den Ansprüchen der Anleger geäußert. Da die Bank ihr Rechtsmittel aber nun schon zum wiederholten Male (jetzt auch in dem Verfahren mit Az. XI ZR 50/12) zurückgenommen und in diesen Fällen den Schaden jeweils voll ersetzt hat, gibt es noch keine verbindliche Entscheidung des BGH.

Mögliche Prospektmängel

Das OLG München hatte mit richterlichem Hinweis vom 07.08.2012 bereits auf mehrere haftungsbegründende Mängel des Emissionsprospekts des Hannover Leasing Medienfonds Montranus II hingewiesen. Insbesondere nannte das Gericht die Landesbank Hessen-Thüringen als möglichen Prospektverantwortlichen.

Das OLG München hält es für nicht ausgeschlossen, dass die Finanzverwaltung in vorliegender Gestaltung ein Umgehungsgeschäft im Sinne des § 42 Abs.1 AO sehen könnte. Im Weiteren seien die Weichkosten der Anlage möglicherweise nicht korrekt ausgewiesen. Da das Agio kein Teil der Gesamtinvestitionskosten darstellt, es aber gleichwohl dort mit eingerechnet wurde, ergibt sich hieraus ein Fehlbetrag in nicht unbeträchtlicher Höhe. Zudem unterscheide der Prospekt nicht zwischen fixen und variablen Kosten. Die fehlende Differenzierung mache Ergebnisprognosen aber unplausibel. Schließlich sei das maximale Verlustrisiko bereits rechnerisch als zu niedrig angegeben.

Weiteres Vorgehen geschädigter Anleger

Da Ihre Chancen auf Schadenersatz Ihr Kostenrisiko sicher übersteigen dürften, raten wir Ihnen, sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu wenden und sich umfassend zu informieren. Es wäre im Sinne aller Anleger, wenn auch Sie Ihre Ansprüche zumindest im Rahmen von vorgerichtlichen Vergleichsverhandlungen verfolgen würden.

09.07.2013

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