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Biogasfonds IGB Nawaro Bioenergie: Keine Ausschüttungen

Informationen zu IGB Nawaro Bioenergie

Anleger des Biogasfonds IGB Nawaro Bioenergie GmbH & Co. KG warten vergebens auf Ausschüttungen. Der 2009 von der Internationalen Grundwert Beteiligungsgesellschaft (IGB) platzierte Fonds hat bislang nur 4 % an die Anleger ausgeschüttet. Und es sieht auch nicht danach aus, dass in absehbarer Zeit weitere Ausschüttungen folgen werden. Dabei waren den Anlegern damals jährliche Ausschüttungen von anfangs 3 % ansteigend auf 11 % prognostiziert worden.

Die IGB Nawaro Bioenergie GmbH und Co. KG hat in ein Biogaswerk im mecklenburgischen Güstrow investiert. Der Fonds fungiert als Verpächter; Pächterin ist die Nawaro Bioenergie Park Güstrow GmbH. Diese zahlte in den Jahren 2011 und 2012 nur noch Pachtzahlungen in Höhe von insgesamt knapp 12 Mio. statt der ursprünglich vereinbarten knapp 30 Mio. Euro. Ursache waren insbesondere zu hohe Kosten.

Unzufriedenheit über schriftliches Beschlussverfahren

Anleger des Fonds IGB Nawaro Bioenergie fühlen sich von der Fondsgesellschaft nicht ausreichend informiert und in die Entscheidungsfindung zur Zukunft des Fonds eingebunden. So ließ die Fondsgesellschaft über ein mögliches Restrukturierungskonzept, mit dem der wirtschaftlichen Schieflage des Fonds entgegengewirkt werden soll,  nur im schriftlichen Umlaufverfahren abstimmen. Viele Investoren wünschen aber eine Präsenzgesellschafterversammlung, um sich besser informieren und Fragen stellen zu können.

LG-Urteil: Bank muss Schadensersatz leisten

Viele Anleger fühlen sich zudem schlecht beraten von der damaligen Vertriebsbank, und die Gerichte geben ihnen Recht.

So konnte vor kurzem eine Anlegerin erfolgreich Schadensersatzansprüche gegen die beratende Bank einklagen. Das Landgericht Frankfurt/Main gab der Klägerin Recht und begründete dies damit, dass der Klägerin die Anlage im Februar 2009 trotz negativer Berichterstattung in der Presse empfohlen und dabei nicht auf diese negative Presse hingewiesen worden sei. Zu den Aufgaben eines Anlageberaters aber gehöre auch die Auswertung der Veröffentlichungen in der Wirtschaftspresse. So sei in einem Pressebericht ganz konkret die Anfang 2009 in Kraft getretene Gesetzesänderung zu erneuerbaren Energien, die auch negative Auswirkungen auf die Ertragslage von Biogas-Kraftwerken hatte, behandelt worden. Die in dem Pressebericht geäußerte Prognose einer „unmittelbar bevorstehenden Insolvenz“ sei „derart gravierend, dass die Tragweite dieser einzigen Meldung vollkommen ausreicht, um eine Aufklärungspflicht auszulösen“.

Das Gericht verurteilte die Bank zur Rückabwicklung der Beteiligung.

Sollten Sie Interesse an weiteren Informationen zu Ihren Rechten als Gesellschafter des IGB Nawaro Bioenergie haben oder Schadensersatzansprüche gegen die Sie seinerzeit beratende Bank prüfen lassen wollen, stehen wir Ihnen für Ihre Fragen gerne zur Verfügung.

13.09.2013, von Stephan Bröße

Kontakt zu Stephan Bröße

Rechtsanwalt
Stephan Bröße
Tel.: 030 / 887178-243
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