DCM Energy Solar Fonds 1 | Energiefonds | Aktuelle Rechtsfälle

DCM Energy Solar 1:  Kurzschluss beim Sonderkündigungsrecht

Am 31.12.2016 lief für die Gesellschafter der DCM Energy GmbH & Co. Solar 1 KG (kurz: DCM Energy Solar 1) die Frist zur Ausübung eines einmaligen Sonderkündigungsrechtes zum 31.12.2017 ab. Viele Anleger gingen davon aus, dass sie bei Ausübung dieses Sonderkündigungsrechtes mit einer Rückzahlung des vollständigen Eigenkapitals zeitnah nach dem Kündigungstermin rechnen können. Dies verwundert nicht. Der Emissionsprospekt weist wiederholt auf ein bestehendes Sonderkündigungsrecht der Anleger hin.

Viele Anleger wissen hingegen nicht, dass sie mit der Kündigung und dem damit verbundenen Ausscheiden aus der Gesellschaft lediglich einen Anspruch auf ein "Auseinandersetzungsguthaben" haben. Die Höhe des Auseinandersetzungsguthabens wird nach unserer Einschätzung deutlich unter dem seinerzeit eingezahlten Eigenkapital liegen. Auch soll eine Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens an die kündigenden Anleger nach unserer Kenntnis erst zum Ende der Fondslaufzeit erfolgen. Erschwerend kommt für die kündigenden Anleger hinzu, dass sie mit Wirksamkeit der Kündigung sämtliche Mitwirkungs- und Informationsrechte verlieren und damit nach unserer Ansicht dem zukünftigen Handeln der Fondsgesellschaft ausgeliefert sind.

Wussten Sie von diesen Nachteilen des benannten Sonderkündigungsrechtes, als Sie sich am DCM Energy Solar Fonds 1 beteiligt haben? Falls nicht, sollten Sie umgehend mögliche Schadensersatzansprüche prüfen lassen!

Achtung – absolute Verjährung droht!

Anleger des DCM Energy Solar 1 sollten mit der Prüfung von Schadensersatzansprüchen jedoch nicht zu lange warten. Ihren Ansprüchen droht schon bald die endgültige Verjährung! Nach Eintritt der Verjährung haben Anleger nicht mehr die Möglichkeit, bestehende Ansprüche erfolgreich durchzusetzen. Ansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung verjähren taggenau 10 Jahre nach der Zeichnung. Insoweit ist das Datum neben der Unterschrift auf der Beitrittserklärung entscheidend. Wurde die Beitrittserklärung z.B. am 01.06.2007 unterschrieben, tritt mit Ablauf des 01.06.2017 die endgültige Verjährung ein.

Vertrauen Sie auf unsere Kompetenz!

Unsere tägliche Arbeit zeigt, dass es im Einzelfall oft hinreichende Ansätze für eine Haftung der beratenden Bank gibt. Für Anleger von geschlossenen Fonds hat unsere Kanzlei bereits tausende erfolgreiche Gerichtsverfahren geführt. Schauen Sie beispielhaft in unsere Urteilsliste unter "Erstrittene Urteile"!

Im Falle eines Obsiegens können auch Sie von Ihrer beratenden Bank die Erstattung des Kapitalverlustes und die Übernahme sämtlicher Kosten verlangen.

Die Erfolgsaussichten müssen natürlich in jedem Einzelfall genau geprüft werden, was erst nach Einreichung vollständiger Unterlagen möglich ist.

Scheuen Sie sich nicht, mit uns in Kontakt zu treten! Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

13.01.2017, von Dennis Göring

Dunkle Wolken beim DCM Energy Solar Fonds 1

Der DCM Energy Solar Fonds 1 ist ein im Jahr 2007 aufgelegter geschlossener Fonds, der mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 170 Mio. Euro mittelbar ca. 40 Projektgesellschaften erwerben sollte. Die erworbenen Solaranlagen sollten 20 bis 25 Jahre betrieben werden und über die Stromerlöse den prognostizierten Erfolg Ihrer Beteiligung herbeiführen.

Der Fonds wurde durch die DCM Capital Management AG aufgelegt und u. a. durch die Commerzbank vertrieben. Nach Abzug aller weichen Kosten inklusive der Vertriebsprovisionen sollten dann aber nur knapp 154 Mio. Euro für den Erwerb der Anteile der Projektgesellschaften aufgewendet werden.

Schwache Solarbranche in Spanien

Die Anleger des DCM Energy Solar Fonds 1 müssen auch weiterhin mit erheblichen Einschnitten rechnen. Diese Entwicklung ist maßgeblich durch die schlechte Entwicklung der Solarbranche in Spanien bestimmt und führt weiterhin zu einem massiven Einnahmenverlust bei der Gesellschaft. Hinzu kommt, dass einige der geplanten Investitionen nicht getätigt werden konnten, was die Liquiditätslage zusätzlich belastet.

Aus unserer Sicht ist eine gute weitere Entwicklung der Gesellschaft aufgrund der aktuellen politischen Rahmenbedingungen in der Solarbranche äußerst unwahrscheinlich. Im ungünstigsten Fall müssen Sie mit einem erheblichen Kapitalverlust in den nächsten Jahren rechnen, wenn die Einspeisevergütungen weiterhin schrumpfen.

Anbieter DCM AG in der Insolvenz

Doch auch in unmittelbarer Nähe zur Gesellschaft haben sich in diesem Jahr einige unliebsame Entwicklungen vollzogen. Der Anbieter der Vermögensanlage, die DCM Deutsche Capital Management AG, ist in die Insolvenz gefallen, mit unklarem Ausgang und ebenfalls ungeklärten Auswirkungen auf Ihre Beteiligung. Die Anlegerverwaltung, DCM Service GmbH, wurde an die S&K Gruppe veräußert, die vor wenigen Monaten im Zuge von staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen mehrfach auf den Titelblättern deutscher Zeitungen zu finden war. Der Vorwurf: Nichts Geringeres als Untreue und Betrug im Millionenbereich!

Nach der Veräußerung wurde Herr Schraut zum Geschäftsführer der nunmehr unter MCS Service GmbH firmierenden Gesellschaft ernannt und im Jahr 2013 wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug in Untersuchungshaft genommen.

Zinssicherungsgeschäfte bergen Risiken

Als Anleger haben Sie ein Recht auf eine anlage- und anlegergerechte Beratung. Ihr Berater sollte über alle für Ihre Anlageentscheidung wesentlichen Umstände aufklären – z. B. darüber, welche Vergütung die Bank für die Vermittlung der Anlage erhält, damit Sie erkennen können, ob die Bank Ihre oder doch eher eigene Interessen verfolgt. Die Bank muss Sie auch über die wesentlichen Risiken der Anlage und etwaige Prospektfehler aufklären.

Vorliegend zu nennen ist zunächst, dass Ihnen die Anlage mit einer Garantie der Einspeisevergütungen in Spanien und Deutschland verkauft wurde, die es so nie gab. Als wesentlich betrachtet werden kann außerdem die Aufklärung über die Risiken des Zinssicherungsgeschäftes, dessen Auflösung die Gesellschaft über 6 Mio. Euro kostete, womit gleichzeitig knapp 10% des Eigenkapitals verbraucht waren. Daraus entsteht das Risiko, dass die Gesellschaft im Falle der Insolvenz die Rückforderung der einmaligen Ausschüttung verlangen könnte – zumal nicht völlig geklärt ist, ob die Zahlung aus Gewinnen oder aus dem Eigenkapital der Gesellschaft erfolgt ist.

Schadenersatzansprüche gegen Vertriebsbank

Über die o.g. Risiken wurde in keinem der uns bisher bekannten Fälle aufgeklärt - obwohl der Anlageberater aufgrund des Beratungsvertrages zu einer anlage- und anlegergerechten Beratung verpflichtet war. Betroffenen Anlegern steht aufgrund dieser Pflichtverstöße innerhalb der Beratung ein Schadenersatzanspruch zu, der auf Zahlung der Nominalbeteiligung gerichtet ist.

Neben diesen bereits genannten kommen möglicherweise weitere individuelle  Pflichtverletzungen hinzu, auf die wir ebenfalls einen Schadenersatzanspruch stützen können.

Weitere Informationen erhalten Sie gerne von unserer Kanzlei. Die Erfolgsaussichten müssen gleichwohl in jedem Einzelfall genau geprüft werden.

13.08.2013/ew

Kontakt zu Mario Poberzin

Rechtsanwalt
Mario Poberzin
Tel.: 030 / 887178-264
poberzin(at)kaelberer-tittel.de

Kontakt zu Dennis Göring

Rechtsanwalt
Dennis Göring
Tel.: 030 / 887178-250
goering(at)kaelberer-tittel.de

Achtung!

Ansprüche verjähren nach Ablauf von 10 Jahren ab Zeichnungsdatum!

Beispiel:
Zeichnung: 01.06.2007
Verjährung: 01.06.2017

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