MSF Master Star Fund Deutsche Vermögensfonds I AG & Co. KG

Hintergründe zum Deutschen Vermögensfonds I

Aktuelle Informationen erhalten Sie auch bei der Interessengemeinschaft "Deutsche Vermögensfonds" des BSZ e.V.

März 2004

Der Vertrieb des Fonds startet. Beworben wird die Anlage durch namhafte Politiker, darunter der ehemalige Bundesverteidigungsminister Rupert Scholz und der frühere Berliner Schulsenator Walter Rasch. Ein aufwendiges Werbevideo mit dem bekannten Journalisten Dieter Kronzucker soll den Anlegern das Produkt schmackhaft machen. Verkauft werden die Anteile überwiegend von Vermittlern der Futura Finanz AG, die auf der Finanztest-Warnliste steht.

Oktober 2004

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beanstandet, dass die Fondsgesellschaft Bankgeschäfte ohne Erlaubnis betreibt. Die Plazierung des Fonds geht unterdessen weiter. Im Emissionsprospekt wird versteckt auf Seite 69 darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit einer Abwicklung durch die Aufsichtsbehörde droht.

20.10.2004

Die Zeitschrift Finanztest warnt in ihrer November-Ausgabe vor einer Beteiligung an dem Fonds.

15.06.2005

Die BaFin verfügt die Schließung und Abwicklung der Fondsgesellschaft, weil die Verantwortlichen der Fondsgesellschaft kein ausreichendes Konzept vorgelegt haben.

25.07.2005

Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main bestätigt die Verfügung der Aufsichtsbehörde als "offensichtlich rechtmäßig" (Az. 1 G 1938/05).

02.08.2005

Der von der BaFin beauftragte Abwickler beantragt beim Amtsgericht Hamburg die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

07.09.2005

KTAG Rechtsanwälte reicht beim Landgericht Berlin die erste Klage gegen Walter Rasch ein (Az. 21 O 745/05).

12.09.2005

Das Amtsgericht Hamburg eröffnet das Insolvenzverfahren (Az. 67c IN 312/05).

Insolvenzeröffnungsbeschluss zum Download (ca. 634.44 KB)

19.09.2005

Die Verantwortlichen der Fondsgesellschaft legen sofortige Beschwerde gegen den Insolvenzeröffnungsbeschluss ein. Das Amtsgericht bestätigt seine Entscheidung.

Rechtsmittelentscheidung des Amtsgerichts zum Download (ca. 2238.28 KB)

19.09.2005

KTAG Rechtsanwälte stellen Strafanzeige gegen die Verantwortlichen wegen Untreue.

20.09.2005

Walter Rasch erklärt in einer Pressemitteilung, die Anlegergelder ordnungsgemäß verwendet zu haben. Wohin sie geflossen sind, erläutert er allerdings nicht.

04.10.2005

Das Landgericht Hamburg bestätigt den Insolvenzeröffnungsbeschluss des Amtsgerichts.

Beschluss des Landgerichts Hamburg zum Download (ca. 149.04 KB)

07.11.2005

Die Fondsverantwortlichen legen gegen den Insolvenzeröffnungsbeschluss beim Bundesgerichtshof Rechtsbeschwerde ein.

14.11.2005

Die erste Gläubigerversammlung der Fondsgesellschaft findet in Hamburg statt. Der Insolvenzverwalter erstattet ausführlich Bericht zur Vermögenslage der Gesellschaft.

21.11.2005

Der Verwaltungsgerichtshof Kassel stellt fest, dass das Beschwerdeverfahren, welches die Fondsverantwortlichen gegen die Verfügung der BaFin angestrengt haben, durch die Insolvenz unterbrochen worden ist. Dieser Beschluss stellt eine weitere entscheidende Niederlage der Fondsgeschäftsführung dar.

Beschluss des Hessischen VGH Kassel (ca. 289.79 KB)

09.02.2006

Die erste Gläubigerversammlung der Germanicum Beteiligungstreuhand GmbH findet in Hamburg statt. Der Insolvenzverwalter erstattet ausführlich Bericht zur Vermögenslage der Gesellschaft.

KTAG Rechtsanwälte empfiehlt allen Anlegern, den Widerruf der Beteiligung zu erklären und vorsorglich die Beitrittserklärung wegen arglistiger Täuschung anzufechten bzw. von ihrem Recht zur außerordentlichen Kündigung Gebrauch zu machen.

Musterschreiben an den Insolvenzverwalter (ca. 21.22 KB)

16.06.2006

Das Landgericht Potsdam verurteilt Fondsgeschäftsführer Walter Rasch zu Schadensersatz.

Urteil zum Download (ca. 2191.71 KB)

31.07.2006

Landgericht Berlin verurteilt Fondsgeschäftsführer Walter Rasch in zwei Fällen zu Schadensersatz