Dr. Peters


DS-Rendite-Fonds Nr. 116


Schlechte Nachrichten für alle Anleger des Dr. Peters DS-Rendite-Fonds Nr. 116: Eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Fonds ist nicht in Sicht. In den kommenden Jahren werden die Chartererlöse deutlich hinter den Prognosen im Emissionsprospekt zurückbleiben. Deshalb werden die Anleger wohl bis mindestens 2014 auf Ausschüttungen verzichten müssen.

Mitursächlich hierfür sind die Schiffsbetriebskosten, die von Beginn an durchschnittlich 25 % über den Prospektangaben lagen.  Als Folge konnte die Fondsgesellschaft in den Jahren 2006 bis 2009 insgesamt statt erwarteter 8,2 Mio. Euro Gewinn nur 5,1 Mio. Euro verbuchen.

Durch die niedrigeren Charterraten wird die Fondsgesellschaft 2011 aller Voraussicht nach in die Verlustzone rutschen.

Anleger sollten die ihnen zustehenden Kontroll- und Einflussnahmemöglichkeiten nutzen und die Fondsgeschäftsführung an die kurze Leine nehmen. Kälberer & Tittel bietet allen Anlegern eine Bündelung ihrer Interessen an.

Zudem sollte jeder Anleger individuell prüfen lassen, ob ein Anspruch auf Rückabwicklung besteht.

Die Beteiligungen wurden seinerzeit vorwiegend durch die Dresdner Bank AG vertrieben. Wir wissen, dass die Beratung nicht immer fehlerfrei war. Zum Teil wurden Schiffsbeteiligungen als sichere Altersvorsorge bezeichnet oder den Anlegern versprochen, jederzeit 'aussteigen' zu können. Emissionsprospekte wurden - wenn überhaupt - oft erst bei Zeichnung ausgehändigt, so dass keine Zeit zum Lesen blieb und viele Risikoinformationen gar nicht zur Kenntnis genommen werden konnten. Zumeist wurde auch verschwiegen, wieviel Provision die Dresdner Bank AG für den Vertrieb erhält. Gerade dieser Punkt wirft ein schlechtes Licht auf die 'Beraterbank', denn als Bankkunde geht man davon aus, dass bei der Beratung nur die Interessen des Kunden, nicht jedoch die der Bank im Vordergrund stehen.

Sollte dies der Fall gewesen sein, stehen die Zeichen günstig: Gerade hat der Bundesgerichtshof in einem Beschluss vom 9. März 2011 noch einmal klargestellt, dass Banken ihre Kunden ungefragt über die konkrete Höhe der Provision aufklären müssen.


21.03.2011/tt


Ihr Ansprechpartner:

Rechtsanwalt André Tittel

tittel(at)kaelberer-tittel.de